David Flore, energetischer Sanierer

Wärmepumpe und Photovoltaik im Fachwerkhaus

| 0| 28

Fachwerkhaus-sanieren-mit-Wärmepumpe

„Es ist schon seit jeher in Familienbesitz“, erinnert sich David Flore und schaut stolz auf das Fachwerk. Im Jahr 1890 erbaute Flores Ur-Ur-Opa das klassische Bauernhaus in Brakel-Schmechten mit eigener Stellmacher-Werkstatt. Generation für Generation fühlte sich in dem Haus zuhause, so lag es dem Sanierer am Herzen das Fachwerkhaus für die Zukunft gut aufzustellen.

„Wir haben zuerst mit der Werkstatt angefangen“, erläutert er die Umbaupläne. Fundament, Fenster, Innendämmung mit Lehmputz und Elektrik – alles wurde auf den neuesten Stand gebracht. Dann folgte das Wohnhaus. Rund 250 Quadratmeter Wohnfläche wurden umgekrempelt, Räume verlegt, Zimmer neu aufgeteilt. Gestartet wurde im Dachgeschoss. Immer im Blick und eine Herausforderung während der gesamten Sanierung: das Haus muss während der Arbeiten immer bewohnt bleiben. „Meine Mutter ist innerhalb der einzelnen Bauabschnitte dann vom Obergeschoss ins renovierte Dachgeschoss gezogen“, erinnert sich der Bauherr. Auch die Großmutter im Erdgeschoss musste so manche Unannehmlichkeit erdulden. Zimmer für Zimmer, Etage für Etage wurden nach und nach erneuert. Auch die Technik im Haus sollte zukunftssicher werden.

Wärmepumpe-und-Photovoltaik-im-FachwerkhausKachelofen-unterstützt-WärmepumpeLuft-Wasser-Wärmepumpe-heizt-Fachwerkhaus

Große Unterstützung: Franz Heinrichsmeier von Wieseler Gebäudetechnik. Der Fachmann realisierte für die Familie die energetische Sanierung. „Der einzige Energieträger hier im Haus war Strom – das ist sehr typisch für alte Bauernhäuser“, erzählt der Experte. Im Haus der Flores zogen nämlich in den 60er Jahren Nachtspeicheröfen ins Haus, eine PV-Anlage wurde 2012 installiert und im Zuge der Sanierung erweitert. „Nachträglich nun fossile Energieträger wie Öl- oder Gas ins Haus zu holen, wäre    Quatsch, denn diese Energieträger sind endlich. Eine Wärmepumpe war da eigentlich schon aus logischer Konsequenz gesetzt – zudem heizt man mit der Verbindung Photovoltaikanlage und Wärmepumpe ökologisch sehr sinnvoll.“ Gesagt, getan: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL sorgt über die neu verlegte Fußboden- und Wandheizung für wohlige Wärme und warmes Wasser. Was dachte der Bauherr über die umweltfreundliche Technik? „Ich hatte ehrlich gesagt vorab zwei Bedenken: Wie hoch werden die Kosten? Und: Wie laut ist die Technik in unserem Vorgarten?“, sagt David Flore. Aus Sorge vor den Beschwerden der Nachbarn, pflanzte die Familie eine Hecke rund um die Wärmepumpe. Sicher ist sicher. „Völliger Quatsch“, lacht er heute darüber, „das Gerät arbeitet so leise, dass es niemanden stört.“ Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Luft die gespeicherte Energie und gibt sie an das Heizsystem im Haus weiter, übrigens auch im Winter! Denn eine Wärmepumpe kann der Wärmequelle Luft bis zu ca. -20 °C Wärme entziehen und arbeitet dabei besonders effizient. Zusätzlich heizt die Familie gern mit dem alten Kachelofen im Erdgeschoss. Ein Schmuckstück aus vergangener Zeit für gemütliche Stunden. Flores Bedenken wegen der Kosten waren darum auch schnell verflogen: „Wir haben dank der Wärmepumpe im Jahr nur 1357 Euro Heizkosten, zusätzliche 350 Euro verheizen wir in unserem Ofen. Für unser 500 Quadratmeter großes zuhause sind wir mit dieser Bilanz sehr zufrieden.“

Wohlige-Wärme-im-Fachwerkhaus-dank-WärmepumpeFachwerkhaus-sanieren-mit-Wärmepumpe-und-Photovoltaik---ein-ErfahrungsberichtFachwerkhaus-umweltbewusst-sanierenWarmes-Wasser-im-Fachwerkhaus-mit-Wärmepumpe

Sein Fazit: „Ich kann jedem Sanierer eine gute und fundierte Energieberatung nur ans Herz legen. Ich bin angenehm überrascht über die Wärmepumpe und unsere geringen Kosten – gleichzeitig tun wir unserer Umwelt auch etwas Gutes.“ Das Fachwerkhaus der Familie ist für die nächste Generation gut gerüstet.

Weitersagen:
Hinterlassen Sie einen Kommentar