Torben Schmidt und Holger Rathke, Energiewende-Macher

Wärmepumpe trifft Photovoltaikanlage: Sonnige Zeiten in Bad Schwartau

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„Ich will in meinem Haus weg von Gas oder Öl“, sagt Holger Rathke aus Bad Schwartau. Zusammen mit Torben Schmidt von Baltica Massiv-Haus hat er eine energieeffiziente Heiz-Lösung für sein barrierefreies Mehrfamilienhaus gesucht und gefunden.

Zufrieden blickt Holger Rathke auf seine Jahresabrechnung. Die ersten Bilanzwerte der 1. Heizperiode seines Mehrfamilienhauses in Bad Schwartau liegen vor ihm. Die Werte sprechen für sich: Von März 2015 bis März 2016 haben die Bewohner 13.500 kWh für Haushaltsstrom, Warmwasser und Heizung verbraucht. Die Photovolatikanlage auf dem Dach produzierte in der Zeit 14800 kWh. Das Mehrfamilienhaus in Bad Schwartau ist somit ein Energieplus-Haus, denn es erzeugt mehr Energie, als es verbraucht. Der Eigenverbrauchszähler des Hauses zeigt 9500kWh an. Heißt: Der Anteil, des selbst produzierten Solarstroms, der direkt auch selbst verbracht wird, beträgt also 64%. Noch wichtiger für die Bewohner des Hauses ist aber der Autarkiegrad des Gebäudes, also der Teil des Strombedarfs, der durch die Solaranlage insgesamt abgedeckt wird. Dieser beträgt stolze 70%. So ist das Haus größtenteils auf Selbstversorgung eingestellt und abgekoppelt von der Strompreisentwicklung. Ein tolles Ergebnis. Der Vermieter ist mit seiner Entscheidung, auf Erneuerbare Energien zu setzen, mehr als zufrieden.

Torben-Schmidt-baut-energieeffiziente-Häuser-mit-erneuerbarer-EnergieGeplant und realisiert hat den barrierefreien Neubau Familie Schmidt der Firma Baltica-Massiv-Haus. „Wir haben zum Haus noch nicht mal eine Gasleitung gelegt“, erzählt Bauingenieur Torben Schmidt. Fossile Energieträger haben in seinen Bauprojekten keine Chance! Seine Philosophie: Für die Zukunft bauen. Seine Gebäude haben Weitblick, leben die Energiewende. Schmidt hat die Energie, die Dinge zu ändern – mit Wärmepumpen-Technik und der Kraft der Sonne. Holger Rathke musste von dieser Einstellung nicht überzeugt werden. Für ihn stand fest: „Ich will weg von Öl und Gas.“

Kein Platz vor dem Haus? Kompakte Luft-Wärmepumpen passen selbst in kleine Räume

Wärmepumpe-zieht-unters-Dach„Wir haben bei der Immobilie in Bad Schwartau zusammen mit den Bauherren lange und gut überlegt, wo wir die Luft-Wärmepumpe aufstellen“, erinnert sich Schmidt. Eine gute und sorgfältige Planung ist ein Erfolgsgarant für ein Bauprojekt. Nicht nur die Wünsche des Kunden, sondern auch die Umgebung und Gegebenheiten des Hauses werden dabei mit einbezogen. „Bei der Planung einer Luft-Wärmepumpe ist wichtig, dass zu den Nachbargebäuden Mindestabstände und Schallwerte eingehalten werden“, weiß Schmidt. Wunsch von Holger Rathke: Eine Innenaufstellung. Doch einen Keller hat das 4-Parteien-Haus nicht. Was tun? Die Lösung: Die Luft-Wärmepumpe zieht zusammen mit Speicher und Energiemanagement unters Dach. Zwar sind in dem kleinen Dachboden nur wenig Platz, doch Wärmepumpe, Speicher und Energiemanagement können problemlos einziehen: „Dank der kompakten Bauweise gar kein Problem, da die Technik wenig Platz wegnimmt“, so Schmidt. Nur zwei Luftauslässe an der Rückseite des Hauses verraten, wo die Technik sich hoch oben im Haus „versteckt“ hat. Vier Parteien wohnen in dem Mehrfamilienhaus in Bad Schwartau – barrierefrei. Wie wohnt es sich mit einer Wärmepumpe unter dem Dach? „Man kann selbst neben dem Technikraum unter dem Dach schlafen, so leise läuft die Technik. Wir haben gar keine Probleme“, erzählt Vermieter Holger Rathke.

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Auf dem Dach sind Photovoltaikkollektoren (17,4 kW) installiert. „Photovoltaikanlage und Wärmepumpe sind für mich die perfekte Kombi“, bilanziert Holger Rathke, „ich würde es jederzeit wieder so machen.“ Zufriedene Kunden machen auch Torben Schmidt zufrieden. Für ihn geht es nun weiter zu seiner nächsten Baustelle. Ein Friesenhaus. Mit Wärmepumpe? „Klar! Ich habe mit STIEBEL ELTRON gute Erfahrungen gemacht. Ich höre nichts von meinen Kunden – die Anlagen laufen“, sagt Schmidt und lacht. So soll’s sein!

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Wärmepumpen? Oder denken Sie gerade über ein Bauprojekt mit Wärmepumpe nach? Schreiben Sie uns!

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