Achim Brink, Wärmepumpen-Skeptiker

„Vorurteile, die ich gegen Wärmepumpen hatte“

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Achim Brink

Wärmepumpen? Fachhandwerker Brink hat Vorurteile: Zu laut, zu exotische Technik und dann funktionieren sie auch nur mit Fußbodenheizung. Doch die Neugier lässt ihn die „weiße Wunderkiste“ testen – im eigenen Zuhause…

Hille/Oberlübbe – ein 4.000 Seelen-Ort in Ostwestfalen. Die Zufahrtstraße schlängelt sich träge am Wiehengebirge entlang. Zähe weiße Nebelschwaden ziehen an den kahlen Bäumen vorbei. Heimat von Achim Brink. Trüb ist es heute. „Dicke Luft“. Der 47-Jährige sitzt an seinem Schreibtisch und schaut nach draußen. Seit 1984 verbaut er Heizungen. Ein Familienbetrieb. Das Geschäft läuft: Pellets, Gas auch, klar. Aber Wärmepumpen? Nein, die sind kein Thema – 2002 dann die Wende. „Ein Kollege hat mir von Wärmepumpen erzählt“, erinnert er sich, „ich springe nicht auf jeden Zug.“ Er grinst.

 Brink ist neugierig. Brink macht den Test.

Der Kollege schwärmt, nennt sie die „Heizung der Zukunft“. Brink ist neugierig. Wärmepumpen zu verbauen ist aufwendig. Brink will’s genauer wissen. Wie begeistert man Kunden für „die weiße Wunderkiste“? Lediglich ein Prospekt mitgeben, reicht nicht. Brink ist eine Marke in Hille/Oberlübbe, er steht für Know-how und Qualität. Ihm vertrauen seine Kunden, das setzt er nicht auf Spiel. Für Nichts und Niemandem. „Wir wohnen auf dem Land, Jeder kennt Jeden. Ich habe eher älteres Klientel mit noch älteren Ölkesseln – Skepsis … Die Technik ist komplex, eine präzise Planung unumgänglich. Hieße für Brink: Schulungen besuchen, Fachwissen ansammeln – Zeit investieren. Lohnt sich diese Investition in den Wärmepumpen-Markt? Oder ist all das verschwendete Zeit? „Meine Kunden kennen mich, darum verbaue ich keinen Mist“, sagt er. Schließlich hat er seinen guten Ruf zu verlieren. Wenn er was anfasst, dann steht er 100%ig dahinter.

 

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Was tun? Es gibt nur eine Option: Brink macht den Test. Pilotprojekt WPL 33 startet 2004. Versuchskaninchen: Das eigene Haus. Innerhalb von 35 Stunden werden der Heizungskeller entrümpelt und Rohre verlegt. Planen, verlegen, schrauben. Die Luft|Wasser Wärmepumpe zieht ein. Ohne Probleme. „Diese kleine Kiste soll mein Haus warm bekommen? Niemals“, waren seine ersten Worte. Darum bleibt der Ölkessel erstmal drin, die Wärmepumpe unterstützt fürs Erste. Brink ist vorsichtig. Das war vor 10 Jahren.

„Die Kombination Wärmepumpe und Öl war völliger Quatsch“, bewertet er heute seine Auswahl. Die ersten Schritte sind immer die schwersten. „Ich kaufe in meinem Leben garantiert kein Öl mehr, weil ich es nicht brauche.“ Seitdem die Wärmepumpe eingezogen ist, verbraucht er’s nicht mehr.

 Der „Worst Case“ unterm Schlafzimmerfenster

Ortswechsel. Entspannt steht Brink draußen unter seinem Schlafzimmerfenster und lehnt an seiner WPL 33. Die Luft|Wasser Wärmepumpe steht mitten im Blumenbeet und bläst gegen die Hauswand. „Ich hab sie richtig doof verbaut“, sagt er – und ein bisschen Stolz schwingt in seiner Stimme mit.

 

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Während Laien schulterzuckend vor der Luft|Wasser Wärmepumpe stehen, bekommen Planer Gänsehaut. „Ich wollte in dieser Versuchsreihe den schlimmsten Fall darstellen, eigentlich muss die Lüftung der Wärmepumpe IMMER weg vom Haus, damit die Hauswand den Schall nicht reflektiert. Und: Ich würde einem Kunden niemals eine Wärmepumpe unters Schlafzimmerfenster stellen.“ Bei ihm steht sie dort. Brink schläft wie ein Baby. Seit 10 Jahren – #stiebelläuft. „Laut ist was anderes, sie klingt ungefähr so wie das Summen eines Kühlschranks“, beschreibt er das Geräusch, „und die neuen Geräte sind noch viel leiser.“ Sein Nachbar wohnt 5 Meter entfernt. Kann er schlafen seitdem die Wärmepumpe da ist? „Klar“, behauptet Brink und stapft selbstbewusst über den grünen Nachbarsrasen. Fünf Schritte, ein Mal klopfen.

 „Geringe Kosten, gute Luft“

Frederik Westerhoff sitzt mit einer Tasse Kaffee in seinem Wintergarten und raucht genüsslich eine Zigarette. Die Männer schütteln sich freudig die Hände. Der Überraschungsbesuch ist willkommen. „Wir trinken immer noch ein Bier zusammen, trotz Wärmepumpen-Projekt“, erzählt der Fachhandwerker, „oder?“ „Oder gerade deswegen“, ergänzt Westerhoff. Zu wenig Schlaf bekam er nie. Zudem ist der 65-jährige Rentner selbst seit fünf Jahren Wärmepumpen-Fan. Sein Nachbar hat’s vorgemacht, sein Nachbarsnachbar zog nach – die halbe Straße schwört auf STIEBEL ELTRON.

 

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Der alte Ölkessel musste raus, die Wärmepumpe WPL 13 kam rein. „Bei uns ist keine dicke Luft mehr“, sagt er, „bei Ostwind roch der ganze Keller nach Öl. Die Zeiten sind vorbei.“ Eine Stromheizung wäre für den Rentner nicht in Frage gekommen. Eine Ölheizung verbrennt Öl. Eine STIEBEL ELTRON Wärmepumpe heizt ohne irgendetwas zu verbrennen – und setzt kein CO2 frei. Dabei ist sie jedoch nicht als Stromheizung zu verstehen. Sie benötigt Strom, jedoch nutzt sie vor allem erneuerbare Energien, im Falle von Westerhoff aus der Luft. 75 Prozent der Heizenergie ist kostenlose Umweltwärme, nur ein kleiner Teil Strom wird als Antriebsenergie benötigt. Ein Grund anzustoßen, finden die Nachbarn.

Kuschlig-warm ist es im Wintergarten. Der Nebel draußen lichtet sich langsam. Gemütlichkeit. Für Fachhandwerker Brink geht’s weiter. Händeschütteln. Tür auf, Tür zu. Neue Kunden und neue Projekte warten auf ihn, damit Deutschland ein bisschen grüner wird.

Drei Tipps vom ExpertenFachhandwerker Achim Brink

  1. Planung ist das halbe Leben: Sich vorab vom Experten ausführlich beraten lassen, welche Wärmepumpen-Lösung zum eigenen Haus passt.
  2. Schallgrenzen einhalten: Wer seinen Nachbarn vorab über das Bau-Vorhaben informiert und auf Befindlichkeiten Rücksicht nimmt, hat später keinen Ärger.
  3. Wissen ist Macht: Schulungen der STIEBEL ELTRON-Akademie lehren den kompetenten Umgang mit der komplexen Wärmepumpen-Technik. Mitmachen!

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Wärmepumpen? Jetzt kommentieren!

 

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Kommentare
  1. Hallo Herr Szymczak,

    senden Sie mir doch Ihre persönlichen Daten und ggf. vorhandene Kundendienst-Auftragsnummern an social.media@stiebel-eltron.de. Dann schauen wir uns den Fall mal genauer an.

    Danke und viele Grüße
    Mareike Köster

    Mareike Köster | STIEBEL ELTRON
  2. Wpl13

    Hallo, ich habe 2009 neu gebaut und mich für die wpl 13 entschieden. Die ersten jahre wahr ich begeister aber in den letzten Jahren verfluche ich das Teil weil alles was ich an Heizkosten gespart habe ist in die Reparaturen reingegan. Und nach dem der Techniker von Stiebel heute mir die freudige Nachricht überbracht hat das die nächste Reperatur nicht unter 2500€ kosten wird war mein erster Gedanke hätte ich mal zum alt Bewerten Techniken gegriffen und zu dieser Luftpumpe.
    Die Fehler die ich bis jetzt hatte:
    -HD/ND
    -Anlage war undicht
    -Anlage eingefroren ( Aber Stiebel könnte nichts dafür, Fundament war abgesackt )
    -Druckwächter defekt
    – trennraile defekt
    Und aktuell ist der Verdampfer defekt und ich hatte vier Tage kaltes Wasser weil der Notbetrieb auch nicht funktionierte.

    Habe nur ich jetzt so ein Montagsgerät erwischt ?
    😖

    Sebastian Szymczak
  3. Hallo Frau Schaupp,

    wenn Sie mögen prüfen meine Kollegen aus dem Kundendienst Ihre Anlage gerne?
    Senden Sie mir doch Ihre Kontaktdaten an social.media@stiebel-eltron.de. Die Kollegen kontaktieren Sie dann umgehend.

    Herzliche Grüße
    Mareike Köster

    Mareike Köster | STIEBEL ELTRON
  4. Wärmepumpe ist sehr laut..

    wir haben die Wärmepumpe WPL 33 2007 eingebaut. sie ist so laut das ich oft Nachts nicht schlafen kann.

    Manuela Schaupp
  5. klasse, so begeistern wir Endkunden……und FHW. BG Matthias

    Matthias Goebel
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