Bernd Dechert, ZVEH-Geschäftsführer Technik und Berufsbildung

Smart Building „E-Haus“

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Die Sonderschau „Das E-Haus“ auf der light+building ist ein richtungsweisendes Beispiel für intelligent vernetzte Gebäudetechnik. Ein Gespräch mit Bernd Dechert, ZVEH-Geschäftsführer Technik und Berufsbildung, über smarte Gebäude.

Herr Dechert, für alle, die nicht auf der light+builing 2016 waren, erklären Sie doch mal: Was ist das E-Haus und was kann man hier entdecken?

Das E-Haus ist ein begehbares Modellhaus mit intelligent vernetzter Gebäudetechnik. Wir zeigen, wie die Energiewende in den eigenen vier Wänden funktioniert. Unser Smart Home ist keine Zukunftsvision sondern ein Haus der Gegenwart – Photovoltaik, Wärmepumpe und smartes Energiemanagement. Die energieeffiziente Technik dafür ist da – vom Bad übers Wohnzimmer bis zum Schlafzimmer! Das Spannende ist: Die Technik ist sehr transparent verbaut, denn über Glasböden erhalten alle Besucher unmittelbare Einblicke in die Installationen. Gesteuert wird die Technik über Tablet, PC, Smartphone – oder über einen Tastschalter.

Im E-Haus sorgt eine STIEBEL ELTRON Wärmepumpe für wohlige Wärme. Warum haben Sie auf diese Heiztechnik gesetzt?

Strom ist der Energieträger der Zukunft – das gilt auch für die Heiztechnik im Haus. Wollen wir nicht alle unabhängig von Öl und Gas sein? STIEBEL ELTRON ist in der Branche ein verlässlicher Partner, das war uns bei der Auswahl sehr wichtig. Das E-Haus setzt auf vernetzte Gebäudetechnik, die einzelnen Komponenten müssen also miteinander harmonieren. Die umweltfreundliche STIEBEL ELTRON Wärmepumpe vernetzen wir zum Beispiel mit dem SMA Sunny Home Manager. Eine gelungene Kombination!

 

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Wie lässt sich in einem Gebäude die Energieeffizienz verbessern?

Es gibt viele Stellschrauben, die man drehen kann – Energiesparlampen kennt heutzutage jeder. Denken Sie weiter: Setzen Sie auf Photovoltaik auf dem Dach, erzeugen Sie also Ihren Strom selbst. Nutzen Sie Energie aus regenerativen Quellen für die Wärme im Haus – und kombinieren Sie dabei Ihre Wärmepumpe mit einem intelligenten Energiemanagement, das neben elektrischen Speichern auch die thermischen Speicher wirkungsvoll integriert und den erforderlichen Netzbezug signifikant reduziert. So sind heute energieeffiziente Wohngebäude möglich, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen – das Haus verdient mit.

Was muss ein modernes Energiemanagement leisten, um Einsparpotenziale aufzudecken und die dezentrale Energieversorgung zu fördern?

Es sollte einfach zu installieren und intuitiv bedienbar sein. Je einfacher und komfortabler, desto besser. Schließlich soll die ganze Familie sich im Haus wohlfühlen. Das Energiemanagementsystem muss Energieverbräuche einfach und verständlich darstellen um vermeidbaren Stromfressern auf die Spur zu kommen. Mit einer guten Prognose-Qualität für Verbräuche und Erträge schaltet so ein System Verbraucher um vorrangig den eigenen, günstigen und umweltfreundlichen PV-Strom zu nutzen.  Ein perfektes Zusammenspiel der Technik im Haus – damit sparen Sie dann bares Geld. Die Energiewende Zuhause kann also richtig Spaß machen.

Was glauben Sie: Wie digital und vernetzt leben wir in Zukunft?

Ich denke, dass sich die intelligenten Gebäude in zehn Jahren etabliert haben. Technik heißt Komfort. Denn modernste Gebäude- und Kommunikationstechnik unterstützt neben der Energieeffizienz auch ältere Menschen, möglichst lange mit hoher Lebensqualität in ihren eigenen vier Wänden leben zu können. Im E-Haus sorgen hierfür unter anderem größere Oberflächen und Icons bei den Steuerungsgeräten, die dadurch leichter zu bedienen sind.

Vielen Dank.

Wie digital und vernetzt leben Sie schon in Ihrem Zuhause? Können Sie sich vorstellen in einem E-Haus zu leben? Jetzt kommentieren.

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