Frank Meier, STIEBEL ELTRON Erneuerbare Energien-Experte

MAP: Futter fürs Sparschwein

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Marktanreizprogramm

Wer jetzt in Wärmepumpen investiert, bekommt Geld vom Staat: Seit dem 1. April gelten die Neuerungen des Marktanreizprogramms (MAP). Die Bundesregierung fördert seitdem verstärkt effiziente Wärmepumpen in der Sanierung und – ganz neu – im Neubau. Frank Meier, Leiter Produktmarketing Erneuerbare Energien, kennt sich aus und gibt Tipps.

Herr Meier, heute zählen Zahlen. Ich habe den Taschenrechner dabei, wir können anfangen (lacht). Das neue Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien ist da. Ich möchte jetzt in eine STIEBEL ELTRON Wärmepumpe investieren – wie hoch werde ich gefördert?

frank_meierFrank Meier: Erstmal Glückwunsch – STIEBEL ELTRON ist grundsätzlich die richtige Wahl (lacht). Es gilt folgende Faustregel: Die Bundesregierung fördert insbesondere effiziente Geräte, denn um eine Förderung zu bekommen, müssen die Geräte eine fest definierte Jahresarbeitszahl erreichen. Da STIEBEL ELTRON Wärmepumpen sehr effizient sind und Spitzen-Werte vorweisen, werden sie entsprechend hoch gefördert.

Okay, verstanden. Fangen wir mal im Altbau an. Welche Voraussetzungen müssen dort erfüllt werden?

In der Sanierung gilt für Sole|Wasser- und Wasser|Wasser-Wärmepumpen eine 3,8 als Mindestanforderung – es winken mindestens 4.500 Euro, sofern die dazugehörige Erdsondenbohrung gleichzeitig errichtet wird. Luft|Wasser-Wärmepumpen werden mit mindestens 1.300 bis 1.500 Euro bezuschusst – etwas weniger, aber durchaus eine Stange Geld.

Welche STIEBEL ELTRON Lösung können Sie in diesem Zusammenhang empfehlen?

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Lohnt sich: Die STIEBEL ELTRON Kombination aus Wärmepumpe WPF 10 und Speicher SBP 200 E | SBBE 301 WP wird mit 7.500 Euro Förderung belohnt.

Nehmen wir mal die Sole|Wasser-Wärmepumpe WPF 10. Mit neuer Erdbohrung wird diese Sole|Wasserwärmepumpe mit 4.500 Euro gefördert. Das war’s aber noch nicht: Ganz neu ist die Innovationsförderung. Hierbei sind die Anforderungen im Vergleich zur Basisförderung deutlich anspruchsvoller. Erreicht die Wärmepumpe im Bestandshaus mit Flächenheizung eine Jahresarbeitszahl von 4,5, wird der Zuschuss noch einmal um 50 Prozent erhöht. Die WPF 10 kann da locker mithalten – also nochmal 2.250 Euro dazu. Kombinieren Sie dazu die Pufferspeicher SBP 200E und den SBBE 301 WP, bekommen Sie nochmal 500 Euro obendrauf. Wichtig dabei ist, dass die Wärmepumpe eine SG-Ready-Schnittstelle aufweist – STIEBEL ELTRON Geräte haben sie alle. Nach einem Jahr gibt’s den Qualitätscheck und nochmal 250 Euro. Haben Sie mitgerechnet?

Ich bin jetzt bei 7.500 Euro Förderung – eine stolze Summe. Klasse! Was ist, wenn ich neu bauen will? Werde ich auch gefördert?

Wenn Sie mit STIEBEL ELTRON bauen, ja. Denn: Die Anforderungen an die Jahresarbeitszahl sind im Neubau deutlich höher, sie benötigen also ein sehr effizientes Produkt. Erreicht das Gerät eine Jahresarbeitszahl von 4,5 und besteht nach einem Jahr einen Qualitätscheck, wird es gefördert. Empfehlen kann ich Ihnen die Sole|Wasser-Wärmepumpen WPF und WPC. Mit Erdbohrung sind mindestens 4.500 Euro Zuschuss möglich. Rechnerisch wird damit ein großer Teil der Kosten für die Bohrung von Zuschuss gedeckt. Das macht STIEBEL ELTRON Sole|Wärmepumpen sehr attraktiv.

Werden Solaranlagen auch gefördert?

SOL27_premium
Förderfähig: Der STIEBEL ELTRON Flachkollektor-Aufdach SOL 27 premium.

Ja, es werden Anlagen zur thermischen Nutzung gefördert, heißt: die dafür genutzt werden, um warmes Wasser zu bereiten oder zu heizen oder eine Kombination der beiden Bereiche. Dass Solarkollektoren zur reinen Warmwasserbereitung gefördert werden, ist jetzt neu – dafür gibt es 500 Euro. Unterstützt die Solaranlage Heizung und Warmwasserbereitung, gibt es 2.000 Euro. Entscheidend ist hier die Größe: sie muss eine Mindestkollektorfläche von 3 Quadratmetern und einen Wärmespeicher mit einem Mindestspeichervolumen von 200 Litern aufweisen.

Und wenn ich eine Solaranlage mit einer Wärmepumpe kombiniere?

Dann bekommen Sie einen Kombinationsbonus von bis zu 500 Euro – wäre also eine gute Entscheidung! Ein Beispiel für den Altbau: Zwei STIEBEL ELTRON Solarkollektoren SOL 27 premium S (2.000 Euro) plus STIEBEL ELTRON Wärmepumpe WPF mit neuer Erdsondenbohrung (4.500 Euro) plus Innovationsbonus (2.250 Euro) plus STIEBEL ELTRON Speicher SBS 801 SOL (500 Euro) plus Qualitätscheck (250 Euro), den eben erwähnten Kombinationsbonus Solar (500 Euro) … rechnen Sie mit?

Ich bin bei 10.000 Euro Förderung, Herr Meier. Wow, das hätte ich nicht erwartet! Jetzt habe ich nur noch eine Frage: Wie stelle ich den Antrag?

Wir haben auf der STIEBEL ELTRON Internetseite www.stiebel-eltron.de/MAP2015 einen MAP-Rechner, wo wir neben dem Fördercheck auch eine Hilfe anbieten zum Ausfüllen der Formulare. Das geht ganz einfach und ist kostenlos.

STIEBEL ELTRON MAP-Förderrechner
Fördergeld-Rechner, Ausfüllhilfe und Infos: Der MAP-Förderrechner von STIEBEL ELTRON gibt Hilfestellung.

Im Bestand müssen sie als Privatperson dem BAFA den Antrag innerhalb von 9 Monaten vorlegen, nachdem Sie die Anlage in Betrieb genommen haben. Dafür benötigen Sie den Förderantrag, die Fachunternehmererklärung und die vollständige Rechnung in Kopie. Für die Innovationsförderung und den Neubau stellen Sie den Antrag vor Vorhabensbeginn.

Bei Unternehmen oder Land- und Fortwirte gelten andere Bedingungen, oder?

Genau, dann müssen sie nämlich Ihren Antrag immer vor Beginn des Vorhabens stellen. Also einen Lieferungs- oder Leistungsvertrag sowie die Auftragsvergabe einreichen. Sie bekommen dann einen Zuwendungsbescheid und haben dann 9 Monate Zeit Ihre Anlage in Betrieb zu nehmen. Zudem gibt’s dann auch weitere Infos, welche Unterlagen noch benötigt werden.

Danke für die Tipps.

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