Energie-Trendmonitor 2016, der STIEBEL ELTRON Meinungs-Check

„Mangelnde Förderung steht Energiewende im Weg“

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Energiemonitor

Ihre Meinung ist gefragt: Der STIEBEL ELTRON Energie-Trendmonitor 2016 zeigt, was die Deutschen über Themen rund um die Energiewende denken. 1.000 Bundesbürger wurden dafür bevölkerungsrepräsentativ befragt. Thema heute: Mangelnde Förderung und Stromkostensenkung.

Knapp zwei Drittel der Deutschen bemängeln, dass die Energiewende im privaten Heizungskeller von der Politik der Bundesregierung ausgebremst wird. Der Grund: Den Verzicht auf klimaschädliche Energien wie Erdöl, Erdgas oder Kohle fördert die deutsche Regierung nicht so, dass die Verbraucher auf erneuerbare Energien umsteigen. Dabei ist die große Mehrheit der Deutschen grundsätzlich mit den Klimazielen einverstanden: 80 Prozent ist Klimaschutz durch CO2-Einsparungen wichtig. Das sind Ergebnisse des STIEBEL ELTRON Energie-Trendmonitors 2016, für den 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

 

STIEBEL-ELTRON-Trendmonitor

 

Der andauernde Streit um die Verabschiedung des „Klimaschutzplan 2050“ zwischen Umweltministerium, Wirtschaftsministerium und Kanzleramt ist ein neuerliches Signal der Verunsicherung für die deutschen Haushalte. Deutschland hat sich auf dem UN-Klimagipfel in Paris zum Ausstieg aus fossiler Energie verpflichtet. Wegen der langen Nutzungsdauer von Öl- und Gasheizungen müssen die Weichen für die grüne Energiewende im Heizungskeller jetzt gestellt werden. Der künstlich verteuerte Preis für grünen Strom ist jedoch ein Stolperstein, den die Politik zügig aus der Welt schaffen sollte. Das ebnet den privaten Haushalten den Weg, auf klimafreundliche Heiztechnik umzusteigen. Die Sicht der Verbraucher zu dieser Frage ist eindeutig: 71 Prozent sagen, die Bundesregierung handelt falsch, wenn sie beim UN-Klimagipfel in Paris das Ende umweltschädlicher Brennstoffe verspricht (Öl, Kohle, Gas) und gleichzeitig „grünen Strom“ mit staatlichen Abgaben teurer macht als fossile Energien.

Nach dem Verursacherprinzip befürwortet die große Mehrheit der Verbraucher, dass die staatlich regulierten Kosten der Energiewende auf klimaschädliche Energien verlagert werden und im Gegenzug beim grünen Strom sinken: 70 Prozent der Bundesbürger plädieren dafür, den aktuellen Tiefpreis von Erdöl dafür zu nutzen, die Kosten auf alle Energiearten zu verteilen, um so den Strompreis billiger zu machen. 58 Prozent der privaten Haushalte bemängeln, dass die aktuellen Strompreise derzeit zu hoch sind, um auf ein klimafreundliches Heizsystem mit Wärmepumpentechnik umzusteigen.

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Die Umfrage ist geschlossen!
startdatum: 21-08-2016 18:56:26
Enddatum: 07-09-2016 23:59:59
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Energiewende in Deutschland: Was denken Sie?
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Kommentare
  1. "Mangelnde Förderung ....??

    In der Schule hieß es : „Thema verfehlt, Setzen 6“.
    Nun Spaß beiseite, an zu geringen Förderungen fehlt es für die Energiewende ganz sicher nicht.

    Es ist die aberwitzige und unverständliche Situation, dass die heutigen Politikern in dieser unruhigen Zeit auf dieser Erde mit Kriegen um Energie- und Rohstoffen, sowie der teilweise daraus resultierenden Völkerwanderungen, immer noch z.B. den Strom bei der Förderung und Herstellung von Kohle EEG-Umlage befreien und gleichzeitg aber selbst erzeugten und eigenverbrauchten Öko-Strom mit EEG-Umlage beaufschlagen. Und es möglich ist, dass z.B. Energieversorgungsunternehmen sowie Großunternehmen dank ständig steigendem erneuerbarem Stromanteil zu Spottpreisen Strom einkaufen können, es aber an den Privatmann zu horrenden Preisen verkaufen, weil dieses absolut unlogische Berechnungsverfahren zum Mega-Vorteil für die Stromriesen excellent ausgetüftelt worden ist. Widersprüchlichkeit und Unverständnis in höchster Performance initiert von unfähigen und unqualifizierten Politikern.
    Es ist aber äußerst lobenswert, dass der größte Teil der Bevölkerung noch klar im Kopf ist und pro erneuerbare Energien eingestellt, weil man erkannt hat, dass diese Erde mit steigendem Bevölkerungszuwachs mit fossilen Energien nicht weit kommen wird, obwohl die Zeche dafür überwiegend vom Privatmann zu bezahlen ist.

    Hans-Jürgen Werner
  2. Energiewende

    Mir drängt sich die Frage auf, auf die horrenden Spenden an die Gesetzgeber
    etwas mit der mangelnden Förderung der Neuen Energien zu tun haben….
    mfg. Lieselotte Ahammer

    Lieselotte Ahammer
  3. Energiewende ist keine Angelegenheit von Investoren...

    Spricht man über die Energiewende, so spricht man in einem Zuge von großen Solarparks mit Photovoltaikanlagen, großen Offshore-Windparks und anderen reinen Investitionsprojekten. Natürlich kommt als nächstes das Argument, dass man für Solarstrom ja aktuell kaum noch Geld bekommt „es lohne sich somit nicht“. Die Energiewende ist jedoch ein Thema für Jeden. Der Häuslebauer der sich in Form einer Solarthermischen und/oder einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, oder der Wärmepumpe im Garten etc. daran betiligen kann. Der Unternehmer der seine Werkshalle mit Kraft-Wärme-Kopllung in Kombination mit einer solarthermischen Anlage mit Wärme versorgt, oder sogar solarthermisch unterstützt sein Bürogebäude im Sommer kühlt. Viele Möglichkeitn die Energiewende zu forcieren ohne sich auf die Investitionen Weniger zu verlassen. Ist man selbst daran beteiligt, dann braucht man sich auch nicht über den Investor beschweren, „der ja nur Geld verdienen will“.
    Dumm wird der Gedanke sich an der Energiewende zu beiligen, wenn sich die Bundesregierung mal wieder in Dinge einmischt von denen sie nichts verstehen. Das EEG ist hierbei ein klassisches Negativ-Beispiel. Hätte man es in der ursprünglichen Form belassen, anstatt unmotiviert darin herum zu fuhrwerken, dann sähe in Deutschland die Akzeptanz für Erneuerbare anders aus. Verbunden mit einer gewissen Gleichstellung von Industrie und Privathaushalten und einer Anpassung der Ökostromumlage an die tatsächlichen Ausgaben der EVU’s etc.
    Mal ganz unabhängig von der Zuordnung in ein Ministerium welches nur allzu gerne sein Fähnchen dem jeweiligen Wind anpasst.
    Im großen und Ganzen ist die Energiewende ein Muss wenn es um die Sicherung einer Zukunft für nachfolgende Generationen geht. Das heißt aber auch, dass man dies endlich wieder in saubere Bahnen lenken muss.

    Andreas Wöll
  4. Danke an Andreas Kühl von energynet.de für die Story! Spannende Diskussion – „Fehlt der Energiewende im Heizungskeller die Förderung oder die Konsequenz?“ Zur Blog-Story hier klicken

    Mareike Köster | STIEBEL ELTRON
  5. […] Stiebel-Eltron standen die Interessen der Verbraucher im Fokus der Umfrage für den Energie Trendmonitor. auf dem Klimagipel in Paris im Dezember 2015 hat sich Deutschland für ein engagiertes Abkommen […]

    Fehlt der Energiewende im Heizungskeller die Förderung oder die Konsequenz?
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