STIEBEL ELTRON-Dialog zur Evolution der Architektur

Haus der Zukunft: Architekten und Planer diskutieren im Reallabor

| 0| 19

architektensymposium-stiebel-eltron

Der Gebäudebestand ist heute zu knapp einem Drittel für den gesamten Energieverbrauch in Deutschland verantwortlich. Die Energiewende verändert nun die Ansprüche an Häuser und verändert künftig auch die Architektur. Wie leben wir in Zukunft? Darüber diskutierten rund 100 Teilnehmer beim 8. STIEBEL ELTRON-Dialog zur Evolution der Architektur.

guenter-schleiff_energy-campusDas Symposium fand erstmals am Stammsitz des Unternehmens in Holzminden statt, im neuen Schulungs- und Kommunikationszentrum „Energy Campus“, Motto des Dialogs: „Im Reallabor die Zukunft denken.“  Der Energy Campus, erst kürzlich mit dem höchsten DGNB-Zertifikat in Platin ausgezeichnet, ist an sich schon ein Statement für die Themen der Zukunft. Günter Schleiff, Vorstand der HHS Planer + Architekten AG, stellte den zukunftsweisenden Neubau vor, der nicht nur die Unternehmens-DNA in gebauter Form widerspiegelt, sondern zugleich als „Reallabor“ ein 1:1-Muster der verschiedenen Betriebszustände und Simulationen bietet. „Zu einem gelungenen Gesamtprojekt trägt natürlich auch die Architektur und letztendlich nahezu jedes kleine Detail seinen Teil bei“, erklärte Architekt Günter Schleiff in seinem Vortrag.

peter-haimerl_energy-campus_stiebel-eltronAls weiterer Impulsgeber  referierte Peter Haimerl, der jüngst für den Neubau eines Konzerthauses in Blaibach die „Große Nike“ gewinnen konnte, über Strategien für nachhaltiges Bauen. In seinem Vortrag „Zwischen Vision und Bewahren“ zeigte er, dass auch auf den ersten Blick nicht erhaltenswerte Bauten mit intelligenten und überraschenden architektonischen Maßnahmen aufgewertet werden können und anschließend eine neue Nutzung erfahren. „Ein Haus zu sanieren ist oft weniger kostenintensiv, als oft angenommen“, betonte er. „Mich interessiert immer die Geschichte des Hauses und der Bewohner, sie inspirieren mich beim Entwurf“, beschreibt er seine Arbeit.

peter-rappold_energy-campusStefan Rappold, Partner im Büro Behnisch Architekten, Stuttgart, sprach in seiner Präsentation mit dem Titel „Building the Future“ über Zukunftsperspektiven für unsere gebaute Umwelt.  So ist der Ansatz des Büros, bei jedem Projekt eine Strategie zu entwickeln, die davon ausgeht, dass die Nutzer von Gebäuden und deren Umgang mit der unmittelbaren Umwelt integraler Bestandteil der Lösungsansätze sind – unabhängig von Projektgröße und Typologie.  „Wir arbeiten heute mit anderen Materialien und anderer Haustechnik als noch vor einigen Jahren. Wir sind froh, wenn die Industrie mit innovativen Ideen vorangeht. Diese Ideen nehmen wir gerne in Projekten auf“, sagte er.

Der Diskurs über zukunftsfähiges Bauen sollte aber nicht nur in der Theorie durchgespielt werden, sondern auch den Blick hinter die Kulissen ermöglichen. So konnten die Besucher neben einer Führung durch den Energy Campus in Open Space Workshops in den drei Themenwelten „Wärmepumpensysteme“, „Warmwasser“ und „Lüftungssysteme“ Wissen über Technologien, mit denen die Zukunft schon heute umsetzbar ist, testen und diskutieren.

 

 

Zum Abschluss nutzten zahlreiche Besucher das Angebot einer Probefahrt mit einem Elektroauto – denn die Mobilität ist neben dem Wärmemarkt der zweite große Sektor, in dem die Elektrifizierung eine große Rolle spielen wird. Die Energiewende in Deutschland bewegt…

Und was denken Sie? Wie leben wir in Zukunft? Wie soll die Technik der Zukunft aussehen? Jetzt kommentieren!

 

Weitersagen:
Hinterlassen Sie einen Kommentar