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Energiewende in Deutschland: Das denken die Planer

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Energiewende_in_Deutschland Die Energiewende in Deutschland ist eine Herausforderung. Verschärfte Vorgaben der Bundesregierung bringen ein Umdenken der Branche mit sich. Was denken Planer über die Energiewende? Und was denken die Experten über die Umsetzbarkeit? Wir haben in ganz Deutschland nachgefragt.

Arno-Rosel_Energiewende braucht sanierte AltbautenArno Rosel, Geschäftsführer der Berliner Firma eccuro GmbH, sieht die Energiewende als Herausforderung und Chance zugleich. „Es findet gerade ein Paradigmenwechsel in der Baubranche statt: Weg von den fossilen Brennstoffen, hin zur Erneuerbaren Energien“, sagt er. Insbesondere die energetische Sanierung liegt ihm am Herzen. „In Zukunft werden wir auf den Dächern verstärkt Photovoltaikmodule sehen und auch die Wärmepumpe ist meiner Meinung nach eine spannende Technik mit Zukunftspotential. Denn Umweltenergie zu nutzen ist übrigens jetzt schon ein Branchen-Trend.“

 

Jürgen-Leppig_ Die Technik die Energiewende gibt es schon heuteAuch Jürgen Leppig sieht in der Modernisierung die größte Herausforderung der Energiewende. „Wir müssen weniger reden und mehr tun“, fordert der Chef des GIH Bundesverbandes e.V., „und wir benötigen Handwerker, die Lust und Know-how haben die Energiewende in die deutschen Haushalte zu bringen.“ Wie sieht für ihn die Energiewende aus? „Die Elektrifizierung ist nicht mehr aufzuhalten – auch im Heizungskeller. Die Technik dafür gibt es schon heute.“

 

Nick-Zippel_Die heutige Generation ist die die die Energiewende auf die Strecke bringen mussDer Hamburger Nick Zippel, Geschäftsführender Gesellschafter von Sager & Deus | Opländer – Energie- und Umwelttechnik, lebt die Energiewende. Er weiß aber auch, dass die Zeit drängt. „Wenn wir ehrlich sind, dann ist es 5 nach 12 Uhr. Der „Point of No Return“, also der Punkt an denen wir Menschen das maximale CO2-Budget noch rumreißen können, ist laut vieler Klimaforscher 2017, also ab sofort. Die heutige Generation ist die, die die Energiewende auf die Strecke bringen muss.“ Jeder kann seinen Anteil dazu beitragen: „Dezentral Strom und Wärme zu erzeugen ist für mich dabei der Dreh- und Angelpunkt. Windgas, Kleinwindanlagen und Kraft-Wärme-Kopplung sind meiner Meinung nach die Schlagworte der Zukunft. Sonnenenergie geht ganz klar vor Atom- und Kohleenergie. Und auch die Haustechnik wird grün, die Zukunft gehört innovativer Haustechnik wie Wärmepumpen. Photovoltaikanlage auf dem Dach dann mit einer Wärmepumpe zu kombinieren ist ein guter und richtiger Weg.“

 

Volker-Stockinger_Es gibt mehrere Lösungen ein energieeffizientes Gebäude zu planen, je nach Größe, Standort und Nutzbarkeit wird eine individuelle Technik-Lösung eingesetztDr. Volker Stockinger, Forschungsmanager „Competence Center – Energieeffiziente Gebäude und Quartiere“ an der Hochschule München und beratender Ingenieur, weiß, dass es nicht nur einen Weg für die Energiewende gibt. „Es gibt mehrere Lösungen ein energieeffizientes Gebäude zu planen, je nach Größe, Standort und Nutzbarkeit wird eine individuelle Technik-Lösung eingesetzt.“ Die Kombination aus vernetzten AktivPlus-Gebäuden, ein gesunder Dämmstandard und smarte Technik im Haus sieht der Forscher als Zukunftstrend in der Branche. „Die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe ist ein großes Thema. Dass Wärmepumpen auch kühlen können, wissen die Wenigsten, wird bei den gut gedämmten Gebäuden in Zukunft aber immer interessanter.“

 

Otto-BeplerDie Entwicklung der Technik bleibt nicht stehen, im Gegenteil: spannende Innovationen werden im Rahmen der Energiewende ihren Einsatz finden„Die Entwicklung der Technik bleibt nicht stehen, im Gegenteil: spannende Innovationen werden im Rahmen der Energiewende ihren Einsatz finden“, findet Otto Bepler aus Gießen. Dem Ingenieur ist es in erster Linie wichtig, dass sich seine Kunden mit der Technik im Haus wohlfühlen. „Ein automatisiertes Zuhause ist spannend, aber nicht für Jeden das Richtige. Muss es auch nicht, damit wir die Energiewende schaffen können.“ Sein Tipp: „Wer weg von fossilen Brennstoffen will, der sollte auf eine Wärmepumpe setzen. Sie wird mit Umweltenergie betrieben und Luft, Erdwärme oder Grundwasser ist immer da“, sagt er. Einmal vom Fachmann optimiert eingestellt, muss sich der Kunde nicht mehr um die umweltfreundliche Heiztechnik kümmern – „sie ist pflegeleicht.“ Der Energiewende sieht der Bauplaner und Energieberater positiv entgegen. „Energiewende? Klar, das schaffen wir!“

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