STIEBEL ELTRON-Energie-Trendmonitor 2019

Die Meinung der Deutschen zur Energiewende

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2019 haben die Themen Klimaschutz und Energiewende viel Aufmerksamkeit bekommen und Diskussionen entfacht. STIEBEL ELTRON hat zum inzwischen fünften Mal die Deutschen nach ihrer Meinung gefragt. Dafür wurden 1.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ von einem Marktforschungsunternehmen befragt. Einige interessanteste Ergebnisse haben wir hier zusammengefasst.

 

Nur 50 Prozent wissen, dass eine Wärmepumpe vor Ort kein CO2 ausstößt.

Aktuell verursacht die Verbrennung fossiler Energieträger, beispielsweise Diesel, Kohle oder Gas, rund 80 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland – eine Wärmepumpe hingegen stößt vor Ort gar keine CO2-Emmissionen aus. Das wissen nur gut die Hälfte aller Befragten.

Rund 75 Prozent der Heizenergie wird von der Wärmepumpe nach dem Prinzip eines ‘umgekehrten Kühlschranks’ umweltfreundlich aus dem Grundwasser, der Erdwärme oder der Umgebungsluft gewonnen. Strom dient als Antriebsenergie. Nur 45 Prozent der Befragten wussten, dass sich diese Technik mittlerweile in fast jedem Haus sinnvoll nutzen lässt – auch in Bestandsbauten älterer Baujahre. Immerhin 54 Prozenten wussten, dass moderne Wärmepumpen nicht zwingend eine Fußbodenheizung als Verteilsystem erfordern, sondern auch mit Heizkörpern sehr gut funktionieren.

 

Mehr als 90 Prozent wollen den Klimaschutz über CO2-Einsparungen verbessern

Ungefähr ein Drittel der deutschen Kohlendioxid-Emissionen verursacht der Gebäudebereich – und davon wiederum gehen rund 75 Prozent auf das Konto der Wärmeerzeugung für Heizung und Warmwasser. Hier lassen sich durch energetische Sanierungen gerade im Bestand enorme Verbesserungen erzielen. Dazu zählen bessere Fenster oder die Fassadendämmung – vor allem aber der Austausch antiker Heizungen. 81 Prozent der für den Energie-Trendmonitor 2019 Befragten betrachten den eigenen Heizungskeller als wichtigsten Ansatzpunkt für die Wärmewende. Vorangegangen war die Frage: „Wie beurteilen Sie Ihre persönliche Energiewende?“

91 Prozent sehen aufgrund der hohen staatlichen Abgabelast den Strompreis in Deutschland als zu teuer an

Strom wird günstiger, fossile Brennstoffe teurer: Das mit Spannung erwartete Klimapaket der Bundesregierung ist ein erster – allerdings kleiner – Schritt in die richtige Richtung, dieser Forderung der Bundesbürger nachzukommen. Ohne die künstliche Stromverteuerung und bei Berücksichtigung eines deutlich höheren und damit tatsächlich wirksamen CO2-Preises für fossile Brennstoffe wären alternative Techniken in allen Sektoren ab sofort wettbewerbsfähiger.

82 Prozent verstehen die jüngsten Wetterextreme (heiße Sommer) als Weckruf um zur Energiewende beizutragen

Jede zusätzliche Hitzewelle verleiht dem Klimawandel mehr Tempo. Diese Aussage treffen Wissenschaftler in einer Studie des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena. Ein Grund: Wälder nehmen bei solchen Extremwettern weniger CO2 auf – ein Effekt, der nicht zu unterschätzen sei. Für 82 Prozent der Deutschen war der Extremsommer 2018 jedenfalls ein Weckruf, sich persönlich mehr für die Energiewende zu engagieren.

Fazit:

Die Einsparung von CO2 wurde von fast allen Bürgern als besonders wichtiges Ziel genannt, um den Klimaschutz zu verbessern. Gleichzeitig sind die Deutschen mit großer Mehrheit nicht einverstanden, dass die Politik die selbst gesteckten Verpflichtungen der Energiewende verfehlt. Nur 15 Prozent finden es verzeihlich, erst eine Agenda aufzustellen und dann an den festgelegten Hürden zu scheitern. Die Bilanz: Nur jeder vierte Befragte ist der Meinung, dass Deutschland mit der Energiewende heute bereits sehr gut vorangekommen ist.

Der Trendmonitor zeigt in Summe durchweg ein Bild von Bürgerinnen und Bürgern, die sich ihrer eigenen Rollen beim Klimawandel bewusst sind und bereit wären, zu handeln.

Was halten Sie von der Klimapolitik und wie sehen Ihre Wünsche für eine klimafreundliche Zukunft aus? Schreiben Sie uns in den Kommentaren.

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