Familie Freitag, Dynahaus-Tester

Blick hinter die „Dynahaus-Kulissen“

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Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Spannung liegt in der Luft. Oliver Bast lächelt. Der Leiter PM Energiemanagement & Photovoltaik von STIEBEL ELTRON und sein Team arbeiten zusammen mit Dynahaus, dem Fraunhofer Institut und SMA daran die Technik im Haus noch optimierter aufeinander abzustimmen und noch effizienter zu machen. Komplexe Daten prüft der Experte täglich, heute erklärt er einfach und verständlich welche Technik im Dynahaus wohnt.

„Wie funktioniert eigentlich eine Wärmepumpe?“, will die Familie von ihm zuerst wissen. Oliver Bast schaut vergnügt in die gespannten Gesichter der Familie. „Eigentlich ganz einfach. Schauen wir es uns an?“, fragt er in die Runde. Die Familie nickt zustimmend. Die Familie folgt ihm in den heimischen Technikraum. Hier steht das Innengerät der WPL. „Der STIEBEL ELTRON Kundendienst hat mir hier toll erklärt wie die Einstellungen der Heizkurven funktionieren“, erinnert sich Frank Freitag und schaut auf das Display. Nun also zur Funktionsweise.

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„Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Ein Kühlschrank entzieht den Nahrungsmitteln die Wärme und transportiert diese Wärme zu dem Wärmetauscher auf der Rückseite. Aus warm wird kalt. Eine Wärmepumpe nutzt die in der Umwelt gespeicherte Energie – sie steckt zum Beispiel im Erdreich, im Grundwasser und in der Luft“, erklärt Oliver Bast. Für jede Wärmequelle gibt es eine eigene Wärmepumpe. Die WPL 15, die im Technikraum des Dynahauses steht, ist eine Luft|Wasser-Wärmepumpe, das heißt: sie saugt mit dem Außenteil die Außenluft an, entzieht ihr die Wärme und gibt sie mit einer höheren Temperatur an den Heizkreislauf im Haus ab.

Photovoltaik + Wärmepumpe = günstig und umweltfreundlich

Außenluft also, die Familie marschiert nach draußen hinter das Haus. Das Außengerät ihrer WPL steht in der Nachmittagssonne. Oliver Bast macht den Temperatur-Check. Das Thermometer zeigt: rund 21 Grad sind es heute in Lohfelden. So warm muss die Luft nicht sein, damit die Wärmepumpe arbeiten kann. Effiziente Systeme wie von STIEBEL ELTRON können selbst bei minus 20 Grad noch Wärme gewinnen.

Wärmepumpen brauchen dabei nur einen Anteil Strom zur Antriebsenergie, um bis zu vier Anteile kostenlose Teile Wärmeenergien zu erzeugen. Da bei der Familie Freitag hierfür, gesteuert durch das Energiemanagement, vorzugsweise Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage genutzt wird, ist das besonders günstig und umweltfreundlich. Die Module auf dem Dach sind nach Osten und Westen ausgerichtet. „Warum?“, fragt Daniela Freitag. „In einem Haushalt werden an Werktagen morgens und abends viel Energie benötigt“, erklärt Oliver Bast, „die Energie der Sonne steht so länger am Tag zur Verfügung und wird so noch effektiver genutzt.“

IMG_2620Und Überschüsse? Die werden in der integrierten Batterie des Sunny Boy Smart Energy 5000 von SMA gespeichert oder in das Netz eingespeist. Frank Freitag schaut auf sein iPad. Die Energiebilanz des Hauses kann sich die Familie hier jederzeit anschauen. Die Waschmaschine wird bei der Familie Freitag über den Sunny Home Manager angesteuert. „Die Waschmaschine wäscht dann, wenn ausreichend Sonnenstrom zur Verfügung steht“, sagt Mama Daniela Freitag begeistert. Auch überschüssige Wärmeenergie geht nicht verloren, sondern wird im patentierten Dyna-Wandspeicher zwischengespeichert. Unsichtbar liegt die Technik in der Wand des Eingangsbereichs verborgen. Die Technik sorgt dafür, dass immer warmes Wasser aus dem Hahn kommt – in kleinen als auch bei sehr großen Mengen.

„Wie wird aus Luft Wärme?“

Zurück zur Wärmepumpe: „Aber wie wird aus Luft Wärme?“, fragt Frank Freitag. Der STIEBEL ELTRON Experte weiß Rat: „In einer Wärmepumpe zirkuliert ein Kältemittel, dass die Umweltenergie zum Heizsystem transportiert. Dazu wird das zunächst gasförmige Kältemittel in einem Verdichter komprimiert. Dort steigt der Druck und das Mittel wird wärmer. Derart erhitzt gelangt es zum Wärmetauscher. Dort wird die Wärme in den Heizkreislauf übertragen. Dabei gibt das Kältemittel Energie ab und wird wieder flüssig. Es wird weiter im Kreislauf zum Expansionsventil geführt, wo der Druck im Ventil kontrolliert reduziert wird. Dabei kühlt es sich stark ab. Das flüssige Kältemittel gelangt nun zum Verdampfer. Hier nimmt es die ganze Umweltwärme auf, um wieder gasförmig zu werden. Der Prozess beginnt erneut.“

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Ann-Katrin hält ihre Hand an das Außengerät der WPL. Die Wärmepumpe bläst ihr kühle Luft entgegen. Warm rein, kalt raus: 13,8 Grad zeigt das Thermometer an. Das Kältemittel hat ganze Arbeit geleistet. Die Wärme bleibt im Haus.

Und wie verteilt sich nun die Heizwärme im Haus? Über ein Rohrleitungssystem wird an die Fußbodenheizung im Obergeschoss und an die speicheraktive Bodenplatte im Erdgeschoss die Heizwärme übergeben. Jeder Raum kann gezielt gesteuert werden – „23 Grad ist unsere Wohlfühltemperatur, da sind wir uns alle einig“, sagt Frank Freitag.

Einig sind sie sich auch über die Luft im Dynahaus. Die Raumlüftung tauscht verbrauchte Luft mit Frischluft von draußen. Hund Oscar hat es sich auf dem Boden des Technikraums gemütlich gemacht. Er reckt frech die Nase in die Luft. Was er wohl denkt? „Die Luft ist überall richtig klasse – in jedem Raum“, sagt Mama Daniela Freitag.

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Wie kann man diesen hohen Frischluftkomfort sicherstellen und trotzdem energiesparend unterwegs sein? Das Geheimnis dahinter liegt in der Wärmerückgewinnung mit der aktiven Wohnraumlüftung. Die nach Außen abgeführte verbrauchte Luft wird hierbei in einem Kreuzwärmetauscher an der einströmenden gefilterten Frischluft vorbeigeführt. Die Wärmeenergie wird so von der verbrauchten auf die frische Luft übertragen. So entsteht ein gesundes Raumklima und auch der Lärm bleibt draußen, da die Fenster geschlossen bleiben können.

Nach über eine Stunde hat die Familie keine Fragen mehr. „Spannende Technik, die hier mit uns zusammen wohnt“, ist das Fazit der Familie nach dem Technik-Rundgang durchs Haus, „auch wenn man sie gar nicht sieht, fürs Wohlfühlen sorgt sie allemal.“ Noch bis Dezember diesen Jahres testen die Freitags das Energie-Speicher-Plus-Haus in Lohfelden.

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Kommentare
  1. Danke, dass Sie, Jonas, uns direkt schreiben. Unsere STIEBEL ELTRON Produkte durchlaufen bei der Produktion natürlich strenge Qualitätskontrollen, weshalb wir Hinweise gerne an unseren Service weiterleiten – unsere Kollegen dort prüfen dann den Fall genau und helfen Ihnen oder Ihrem Bekannten gerne weiter. Schreiben Sie uns bei Bedarf eine persönliche Nachricht mit Ihren Kontaktdaten, damit unsere Kollegen Kontakt zu Ihnen aufnehmen und das weitere Vorgehen abstimmen können.

    Herzliche Grüße
    Mareike Köster

    Mareike Köster | STIEBEL ELTRON
  2. https://www.muelduer-installateur-wien.at/

    Guten Tag,
    vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Heutzutage sollte man in der Tat viel Wert legen auf günstige und umweltfreundliche Energieträger. Ein Bekannter von mir hat mir vor kurzem erzählt, dass sein Durchlauferhitzer mitten in der Nacht im Winter kaputt gegangen ist und er dadurch einen Notdienst Installateur rufen musste.

    Viele Grüße
    Jonas

    Jonas
  3. Dynahaus

    Einfach ganz Klasse. So kann man auch Energiesparen zeigen. Nur sollten solche Anlage öfter verbaut werden. Hier sind nicht nur der HW gefragt, sondern ins besondere auch die Architekten und Planer. Dadurch ergäbe sich die Möglichkeit mit Einbindung des HW und dem Kunden, solche Anlagen besser und häufiger zu Verkaufen. Weiter so!!!!!!

    Mit sonnigem Gruß

    olaf mayer
    ö.b.u.v. Sachsverständiger

    Olaf Mayer
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