Klaus Löderbusch, Fan nachhaltiger Energiegewinnung

„Autarkie ist die Zukunft“

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Haus der Zukunft in Billerbeck

Zwei Wohneinheiten, je 120 Quadratmeter Wohnfläche: Elektromeister Klaus Löderbusch hat in Billerbeck (Nordrhein Westfalen) sein „Haus der Zukunft“ realisiert. Seine Ziele waren hoch gesteckt: ein hoher Grad an Autarkie, hohe Effizienz, ein großer Eigenstromanteil aus der PV-Anlage und möglichst geringe Kosten für Heizung und Warmwasser, so lauten die Vorgaben für das Doppelhaus-Bauprojekt.

Klaus Löderbusch im Technikraum
„Mein Ziel: In der Zukunft möglichst energieautark leben“, sagt Klaus Löderbusch (re.).

Herr Löderbusch, Sie haben ein Haus der Zukunft gebaut. Warum?

Eigentlich ist es ein Haus der Gegenwart, denn Nachhaltigkeit und ein hoher Grad an Autarkie sind keine Zukunftsmusik mehr – dank intelligenter Technik. Ich bin der Meinung, dass derartige Lösungen aber in Zukunft immer wichtiger für die Menschen werden. Ich bin ein Fan nachhaltiger Energiegewinnung, entsprechend habe ich auch ein derartiges Konzept in meinem Doppelhaus umgesetzt.

Welche Technik wurde im Haus verbaut? Wie ist Ihr Konzept?

Mir war wichtig, dass wir möglichst viel Eigenstromnutzung durch dem Ertrag der Photovoltaikanlage auf dem Dach realisieren. 56 Module sind bei uns auf dem Dach, dadurch haben wir eine Peakleistung von 14 kWp. Heißt: Im Jahr werden also fast 14.000 kWh elektrischer Strom erzeugt. Von der PV-Anlage geht der Strom zu einem Wechselrichter und von da entweder zu den Verbrauchern im Haus, Heizungsanlage  oder in den Stromspeicher. Mit dem selbst erzeugten Strom wird die nachgeschaltete Wärmepumpe betrieben sowie das Wasser im Speicher erwärmt. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und vergütet – das ist prima. Die Wärmeerzeugung, zentraler Baustein, erfolgt durch eine STIEBEL ELTRON Sole|Wasser-Wärmepumpe WPF 10. Sie nutzt als Wärmequelle zwei Erdwärmesonden mit je 80 Metern Tiefe. Gekoppelt ist die elektrische Wärmepumpe mit einem 400-Liter Warmwasserspeicher und einem 300-Liter Pufferspeicher.

Was begeistert Sie besonders? Technikraum in Billerbeck

Das intelligente Energiemanagementsystem ist wirklich clever. Die Wärmepumpe schaltet sich ein, wenn erneuerbare Energie von der Sonne ausreichend und kostengünstig zur Verfügung steht. Nicht benötigte Energie lagert das System in thermische Speicher oder Batteriespeicher ein. Die Entscheidung speichern, verbrauchen oder einspeisen, fällt das Energiemanagementsystem auch nach den Prognosen der zu erwartenden Photovoltaik-Leistung wie auch des zu erwartenden Verbrauch. Und: Die gesamte Anlage wird über einen Internetanschluss ferngewartet. Wenn ich im Büro am Rechner bin, kann ich aktuelle Zahlen ablesen.

Wie wohnen Sie in Zukunft?

Mein Ziel ist es, in Zukunft ein Wohnhaus möglichst energieautark betreiben zu können – ohne Netzanschluss. Das wäre wirklich klasse!

Vielen Dank.

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Kommentare
  1. Hallo Herr Harpel,

    toll, dass Sie sich für das Thema interessieren. Herr Löderbusch hat keine reine STIEBEL ELTRON Systemlösung gewählt, so dass eine konkrete Aufwandschätzung von unserem Haus nicht möglich ist. Was planen Sie für ein Bauvorhaben? Für eine erste Übersicht empfehle ich Ihnen den STIEBEL ELTRON Wärmepumpen-Navigator. Mit dem kostenlosen Tool können Sie grob Ihre individuelle Systemlösung planen und Preise sowie Funktionen vergleichen. Hier klicken

    Alternativ kann ich Ihnen auch den EnEV-Systemplaner ans Herz legen. Mit diesem Beratungstool können Sie für Ihr neues Gebäude die gewünschte Haustechnik konfigurieren und sehen direkt, ob damit die verschärften Anforderungen der EnEV-Novelle 2016 erfüllt werden können. Hier klicken

    Herzliche Grüße
    Mareike Köster

    Mareike Köster | STIEBEL ELTRON
  2. Kosten

    Hallo
    Mich würde mal intressieren was das Ganze gekostet hat???

    Mfg
    Günter Harpel

    Günter Harpel
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